Grenzenlos

Mittwoch 12.10.2016

Nachdem die letzten Tage den Eindruck erweckten, es gäbe nur Häuser in Japan, sind wir heute eines besseren belehrt worden. Denn es gibt auch Natur und davon nicht wenig. Reisfelder, Bambuswälder und Chilipflanzen.

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1,5 Stunden dauerte unsere Fahrt heraus aus der Großstadt in das beschauliche Kizugawa. Wir stellten unser Gepäck ab und konnten einen ersten Blick in den Konzertsaal werfen. Anschließend besuchten wir zwei sehr idyllisch gelegene Tempel. Auch heute durften wir wieder einen Teil der japanischen Kultur kennenlernen. Einige von uns nahmen an einer Teezeremonie teil. Eine besondere Erfahrung und schöne Geste. Außerdem besuchten wir ein Planetarium, in dem wir den Sternenhimmel Japans bestaunen durften. dsc_7564dsc_7566

Zur Mittagszeit hielten wir in einer Schule, in der ein liebevoll gestaltetes und zubereitetes Essen auf uns wartete.

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Und dann war es so weit. Probe in Kizugawa. Auf einmal standen die drei Kinderchöre vor uns, die am Abend mit uns musizierten. Wir waren vom ersten Moment an begeistert. Gemeinsam sangen wir das „Heidenröslein“ und „Momiji“, ein japanisches Lied. Schon in der Probe liefen uns die Tränen vor Rührung. Und es wurde noch emotionaler. Das Konzert war einfach unglaublich. Vanessa Blödorn begrüßte auf Japanisch die Zuhörer unseres Konzertes, die überrascht und fasziniert lauschten. Die Kinder waren ganz begeistert und motiviert und sangen wunderbar. Das Zuhören beflügelte auch unseren Gesang und erst recht das gemeinsame Musizieren. Die Kinder sangen das „Heidenröslein“ ohne Noten und Text. Beeindruckend. Eine große Ehre für uns, so weit weg von der Heimat solch einen gemeinsamen Gesang gestalten zu dürfen. Ein Geschenk Gottes. Den Abend ließen wir gemeinsam bei einem Empfang ausklingen. Wir dankten Frau Wada, sangen gemeinsam weitere Lieder und fühlten uns einmal wie Stars. Denn die Kinder sammelten Unterschriften und Visitenkarten von uns und machten jede Menge Fotos. Wir sprachen unsere Einladung aus, uns einmal in Erfurt besuchen zu kommen. Möglichst im nächsten Jahr, damit wir gemeinsam 500 Jahre Reformation feiern können. Denn auch diese Begegnungen sind Teil der Weltbürgerin Reformation. Als unser Bus abfuhr, winkten uns die Kinder lange nach und wir denken beseelt an den wunderschönen Abend zurück.

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