Eine Reise in die Welt der Brontës

Am Nachmittag fährt eine Gruppe der Kantorei nach Haworth. Hier wohnten in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Schwestern Brontë. Die Romane der Schriftstellerinnen gehören zu den Klassikern der englischen Literatur. Ihr Geburts- und Wohnhaus ist heute Museum. Der Ort und die Landschaft ringsum sind von einer besonderen Atmosphäre. Düster und mit einem morbiden Charme liegt das alte Pfarrhaus neben dem geheimnisvoll anmutenden Friedhof am Dorfrand. Haube und Umhang aus der Zeit der Brontë Schwestern werden mit viel Vergnügen ausprobiert, bevor der Bus uns wieder zum Hotel bringt.

Text und Fotos: Dorothea Greim

Leeds


Am Tag 7 fahren wir mit unseren Bussen nach Leeds, wo wir ein Mittagskonzert singen werden. Das Minster in Leeds ist kleiner und die Atmosphäre im Raum ganz anders als in den bisherigen Kirchen. Die dunkle Holzverkleidung der Emporen und der Orgel lässt den Raum enger und dunkler wirken. Zum Mittagskonzert kommen nicht viele Menschen. Trotzdem wird es ein schönes Konzert. Alex Berry spielt wieder die Orgel. Jedes Mal überrascht er uns mit neuer Registrierung. Jede Orgel hat einen eigenen Klang. Bischof Nicholas Baines ist gekommenen, um uns zu begrüßen. Er bedankt sich bei uns für das Konzert. Er geht gestärkt morgen ins Oberhaus, wo er als Lord einen Sitz hat. Senior Matthias Rein überreicht eine Kerze mit dem Symbol der Friedensbewegung der ehemaligen DDR und erinnert daran, dass vor dreißig Jahren die Menschen in Ostdeutschland mit Kerzen in der Hand auf die Straßen gegangen sind. Nach dem Konzert sind wir zu Tee und Kaffee in der Kirche eingeladen. Immer wieder hören wir in den Gesprächen mit den Besuchern die Freude darüber, dass wir aus Deutschland gekommen sind.

Text: Dorothea Greim

Fotos: Christiane Claus