Eine Geschichte mit Folgen…

Nach dem Konzert der „kleinen“ Augustiner-Kantorei in der Deutschen Botschaft lernten wir beim Empfang  Pfarrrerin Zieme-Diedrich von der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache Tokyo Yokohma kennen. Sie  bedauerte, dass die große Augustiner-Kantorei nicht in der kleinen Kreuzkirche in Tokyo singen konnte.
Wir kamen über die Gründung des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsverein (AEPM) 1884 in Weimar ins Gespräch, der 1885 Pfarrer Wilfried Spinner als Missionar nach Japan gesandt hat. Sie erzählte von der wertvollen Altarbibel in ihrer Gemeinde, die der damalige Weimarer Großherzog 1899 der Deutschen Gemeinde in Tokyo geschenkt und eigenhändig signiert hat. Die Gemeinde hütet diese Bibel, die aber inzwischen restaurierungsbedüftig sei. Dazu gäbe es derzeit Gespräche mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Weimar.
Dieter Bauhaus, Direktor der Sparkasse Mittelthüringen und Sänger der Augustiner-Kantorei, nahm den Gesprächsfaden auf. Pfarrerin Zieme-Diedrich und er sondierten, wie die Restaurierung der Altarbibel aus Weimar in Tokyo zu bewerkstelligen ist. Man darf gespannt sein, wie diese Geschichte zwischen Weimar, Tokyo und Erfurt weitergeht.

Matthias Rein

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Herzlichen Dank für die nette Schilderung dieser Begegnung …… Ich habe den Abend in der Botschaft in bester Erinnerung!
    Ja, die Geschichte geht nun weiter. Wir sind gerade dabei, die Altarbibel von 1899 auf den langen Weg nach Deutschland zu schicken, wo sie dann in Weimar – Dank der guten Kontakte von Dieter Bauhaus – von Fachleuten begutachtet und ggf. bestandserhaltend restauriert werden soll. Wir sind gespannt!
    Herzliche Grüße
    Pfrn. Gabriele Zieme-Diedrich
    Tokyo, 12.2.2017